Sense!

…sagt man, wenn was zu Ende ist.

road
Mir gehts gut, ich genieße mein Leben. Ich staune und lerne und helfe und singe. Ich bin endlich ganz ich. Danke fürs Mitlesen bis hierher. Mehr kommt nicht. Haut rein und lasst nichts anbrennen!   – Tabakbart

Bild | Veröffentlicht am von | 1 Kommentar

unterwegs…. im Land

Als würde es nicht schon reichen nach Stuttgart zum Klettern zu fahren, dann nach Berlin zum Kaffee, weiter nach Brandenburg zum Arbeiten, ne muss auch noch rüber nach NRW. Da rumtingeln, dann nach München zum Duschen, von dort nach Nürnberg aufn Kalbsdöner, weiter nach Dresden zu nem Streetfestival, einen Kaffee in Berlin und wieder nach Brandenburg zum Grillen, auch zum Arbeiten, dann nach ein paar Tagen wieder nach Süden, acht Zigarettenlängen in Landshut, Viertelstunde Umsteigen in München (reicht nicht mal für nen Kaffee) und weiter ins Inntal zum Grillen.
Klingt nach Stress? Weit gefehlt. Ich war schon lange nicht mehr so entspannt. Wenn man mit Nahverkehrszügen rumtuckert, sieht und hört man eine Menge und hat so unendlich Zeit für sich und seine Gedanken. Und Brandenburg erdet mich immer dermaßen, dass ich natürlich jetzt kein Bauer werden will, aber bisschen Erdung kann einem besonders in ner großen Stadt ne Menge helfen.
Darum, ihr Lieben, danke ich euch für eure Kommentare und eure Aufmerksamkeit bis hierher. Ich wünsche euch für euren Weg genug Steine, um auf den richtigen Weg zu stolpern, und wenig genug, dass ihr den Weg genießen könnt, denn der Weg ist das Leben! Ich sage danke!

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

unterwegs … abgeschmiert

Da sitze ich so im Zug und kriege einen Anruf. Ihm sei nun klar geworden, dass ich für ihn nur noch ein Kumpel sein kann. Ich sei einfach so sehr ein Kerl jetzt und Sex ist eben auch eine Kopfsache und er steht nun mal nicht auf Kerle. Klare Ansage, keine Überraschung, trotzdem nicht leicht. Bleibe ich also weiter im Zug sitzen, bin ja grad erst losgefahren.

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

unterwegs in Köln

Ja, da war ich auch. Erst in einer kleinen Stadt in NRW (böse! Kleinstädte gibts da ja nicht, das sind ja alles Viertel eines großen Siedlungskomplexes!), viel zu klein und zu laut für meine AdW-verwöhnten Ohren. Na und dann war ich eben auch in Köln. Sehr schön da. Gibt auch guten Kaffee, der Fluss fehlt mir jedes Mal, wenn ich das Ufer verlasse… ich werde wiederkommen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

unterwegs in Brandenburg

Ich bin in einem Dorf, vielleicht eher ein Kaff, am AdW (Arsch der Welt), nicht mal ein Laden. Für Milch, Fleisch, Eier, Brötchen muss man drei Dörfer weiter in eine kleine Kleinstadt. Aber andererseits: Hier leben nur Selbstversorger, einige Aussteiger aus Berlin, aber vor allem einheimische Urgesteine. Eigene Kartoffeln, Obst, Gemüse, Eier, eigenes Brot. Einmal im Jahr wird geschlachtet. Eine Idylle. Aber jeder hockt auf seinem Hof. Geht höchstens auf ein Bier zum Nachbarn, vor allem um den neuesten Klatsch und Tratsch abzuholen. Ich geh ein bisschen spazieren…die Nachbarn bis zwei Höfe weiter kennen mich vom Sehen, ich steh ja täglich im kleinen Acker, grabe, ringe dem Boden Beete ab. Zwischendrin kämpf ich gegen Brombeerranken, setze Zäune, stutze Bäume, so Kram. Ich schweife ab. Ich geh ein bisschen spazieren… vorbei an Ex-LPG-Anlagen, Futterwiesen, dann ein paar protzige Prachtvorgärten, da wohnt der Arzt und der Fliesenleger nebenan. Biste was, haste was.
Als ich zurück bin, mach ich das allabendliche Lagerfeuer an – der Gartengehölz muss ja weg – außerdem ists gemütlich und man kann gleich damit grillen. Bei Bier und Vodka beichtet man mir, man habe einen Fehler gemacht. Der Nachbar habe gefragt, wer eigentlich der Gast sei und wessen Kinder da seit Tagen rumspringen. Naja, habe er geantwortet, das wären eben ihre Kinder, die von der Freundin aus dem Süden. Die Reaktion des Nachbarn habe einen dann ziemlich umgehauen: „Ach so? Das ist gar kein Mann?“ Hm, na und der „Fehler“ ist nun, dass das ganze Dorf mich jetzt als krasse Frau abspeichert. Na und? Ist eben so. Ist ja ohnehin komisch, wenn das Kind zum Gast sagt: „Mama, der Brunnenbauer ist da!“ Dabei hatte der Brunnenbauer gerade dankbar die Hilfe des Gastes angenommen, die schweren Kieskübel vom Anhänger zu wuchten. Jetzt kriegt er kalte Füße, das Kind hat ihn verunsichert. Den letzten Kübel schafft er allein. Ächzt zwar, aber hey, ein Kerl lässt sich doch nicht von ner Frau helfen!

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

unterwegs in Berlin

Eine Frau hat mich gefragt, „Wieso willst du ein Mann sein? Ich kann das nicht verstehen, mein Männerbild ist sowas von schlecht. Alle Männer, die ich kenne – und das sind eine Menge – sind Idioten. Ohne Ausnahme. Frauen können auch stark sein, stärker sogar.“ Hm, sag ich. Das stimmt vielleicht. Aber wie ist mein Frauenbild? Sind nicht letztlich die Menschen irgendwie alle gleich? Irgendwas ist immer. Was sie mir über ihre Männer erzählt hat, klang für mich eher wie jede Frau, die ich so kenne, die sich Männer einfach anders vorstellt als sie sind. Die von der Rolle „Mann“ mehr erwartet, weil die Gesellschaft das so indoktriniert. Die Erwartungen an eine Frau sind nur scheinbar kleiner. „Ja,“ schimpfte sie, „die erwarten alle, dass ich das essen koche. Als ob das eine Aufgabe für einen starken Menschen ist! Ich geh arbeiten für mein Geld..“ und, und, und. Irgendwie kam ich mir schlecht vor. Nicht weil ich die soziale Rolle wechsel, sondern weil es mir so traurig vorkam, dass diese tolle Frau nie erreichen wird, was sie will: als Frau in einer Männerrolle akzeptiert zu werden. Wobei.. nie, ist vielleicht etwas voreilig. Alten Frauen billigt man es zu, der „Herr im Haus“ zu sein und das Geld zu verwalten. Vielleicht kann man die soziale Rolle abkoppeln, wenn sexuelle Attraktivität ausgeklammert wird. Hm, aber da wird diese tolle Frau noch lange kämpfen müssen!

Veröffentlicht unter Allgemein, Reaktionen | Kommentar hinterlassen

hoch hinaus… 18 Meter

Was kann man am Pfingstsamstag besseres machen als Klettern? Na gut, mir fällt ne ganze Menge ein. Aber Klettern ist auch gut. Kletterhalle, warum auch nicht. Klettern ist ein toller Sport, weil man da ganz bei sich ist. Man klettert allein und gegen sich.. oder für sich. Jedenfalls allein. Der Körper für sich. Egal, ob Mann oder Frau. Man steigt von Griff zu Griff, die Beine machen die Arbeit, die Hände halten nur, Sehnen und Muskeln müssen alles geben. Und erst, wenn einen die Kraft verlässt, wenn man spürt, man könnte den nächsten Griff noch erreichen, sich aber nicht mehr festhalten, fällt einem ein, dass 17 m unter einem ein guter Freund steht, der einen sichert. Man könnte sich ganz auf ihn oder sie verlassen. Man könnte nicht, man kann. Aber… gibt man auf? Vielleicht geht es doch.. es ist eine Kopfsache. Man kann es schaffen, man wird es schaffen. Nur noch ein Meter! Man mobilisiert die letzten 2 %, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Man triumphiert. Man lässt sich abseilen.. und weiß, dass man es ohne den Freund oder die Freundin, der/die einen sichert, nicht geschafft hätte. Aber man hat und es ist egal, ob man Mann oder Frau ist. Man ist eins mit seinem Körper. Das zählt.
Bis man wieder in die Umkleide kommt. Hey, du bist hier falsch. Na danke. Echt, ey. Wann kann dieser Mist mal aufhören?! Bald. Aber was zählt, ist das klettern. 18 Meter über dem Boden und es war egal, weil man ganz bei sich war, so eins mit sich, dass es für ein Gedicht reicht. Äh.. ich schreib jetzt aber keins.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen